Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihres Fotoapparates

Blende – Schärfe - Verschlusszeit

 

Viele meiner Kunden besitzen eine Spiegelreflexkamera, fotografieren aber überwiegend mit der Automatikfunktion.

Wie ich in meinem letzten Beitrag mit dem Titel `Fotografie - Licht - Blende – Schärfe´ geschrieben habe, nutze ich

gerne und bewusst die manuellen Einstellmöglichkeiten meiner Kamera. Denn diese beeinflussen die Bildgestaltung

und die Bildsprache. Inhaltlich begonnen habe ich meinen vorigen Beitrag zum Thema Belichtung mit der Blende.


Die Blende regelt, wie weit das Objektiv geöffnet wird. Je weiter das Objektiv geöffnet wird, umso mehr Licht fällt auf

den Sensor der digitalen Kamera.


Zur Verdeutlichung und Vertiefung des Themas stelle ich in diesem Beitrag einige Beispielfotos vor.

Die kleinen Flaschen sind wie folgt an einem trüben Tag mit Tageslicht fotografiert worden:

Links: Canon EOS 5D Mark II, Blende f/4,0 Verschlusszeit 1/80 Sek, ISO 1600,

Brennweite 50 mm
Mitte: Canon EOS 5D Mark II, Blende f/22,0 Verschlusszeit 1/80 Sek, ISO 1600, Brennweite 50 mm

Rechts: Canon EOS 5D Mark II, Blende f/22,0 Verschlusszeit 0,4 Sek, ISO 1600, Brennweite 50 mm (mit korrigierter

Verschlusszeit)


Bei offener Blende f/4,0 liegt die Schärfe auf dem ersten Flaschenhals.


Bei Blende f/22,0 verläuft die Schärfe vom ersten Flaschenhals bis fast zum fünften Flaschenhals. Auf dem Bild in der Mitte

ist gut zu erkennen, dass die Verschlusszeit nicht korrigiert wurde, und das Bild somit zu dunkel erscheint.


Die folgende Aufnahme ist auch mit einer Spiegelreflexkamera entstanden:

Canon EOS 5D Mark II, Blende f/2,2, Verschlusszeit 1/64 Sek, ISO 200, Brennweite 135,0 mm.

 

Bei diesem Foto ist zu erkennen, dass die Unschärfe am Höchsten ist, je weiter die Blende geöffnet wird und je mehr Licht auf den Sensor trifft. Hier spricht man auch von der sogenannten Schärfentiefe. Da die Aufnahme mit einem 135 mm Objektiv gemacht wurde und das Gesicht herangeholt – gezoomt - wurde, ist der Schärfebereich noch verkürzt. Solche Fotos finden Sie im Beautybereich, z.B. in der Kosmetikwerbung. Die Haut ist durch die Unschärfe schön weichgezeichnet.

 

Auch auf dem nächsten Foto ist zu erkennen, dass sich die Schärfenebene im Vordergrund befindet. Die beiden Mitarbeiter sind scharf zu erkennen, während der Hintergrund unscharf abgelichtet wird.

Die Blende ermöglicht dem Fotografen einen großen fotografischen Gestaltungsspielraum. Wenn Sie die Blende verändern, passt sich die Verschlusszeit im Automatikmodus an. Bei manueller Einstellung müssen Sie die Verschlusszeit selbst wählen.


Blenden Sie ab -, Sie verkleinern die Blendenöffnung, fällt weniger Licht auf den Sensor. Wenn Sie die Verschlusszeit nicht verlängern, wird das Bild dunkler.

Blenden Sie auf -, Sie vergrößern die Blendenöffnung, fällt mehr Licht auf den Sensor. Wenn Sie die Verschlusszeit nicht verkürzen, wird das Bild heller.


Bei der Belichtung handelt es sich also um ein Zusammenspiel von Blende und Verschlussgeschwindigkeit.


Dieser Zusammenhang wird natürlich in der Portraitfotografie genutzt: Bei Businessportraits, Bewerbungsfotos und Mitarbeiterportraits, um die Personen vom Hintergrund abzuheben. Es sei denn, die Person soll im Umfeld und mit dem Umfeld scharf erscheinen. Variieren Sie also - je nachdem, welche Bildaussage für Sie bei Ihrer Neukundengewinnung wichtig ist.


Wenn Sie sich persönlich und mit Ihrem Unternehmen im Internet präsentieren, überprüfen Sie Ihre Fotos darauf hin und tauschen Sie diese gegebenenfalls aus.


Hinweis: Alle hier gezeigten Fotos sind urheberrechtlich geschützt.

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Über die Autorin:

 

©Beata Lange -

Beata Lange berät und unterstützt Unternehmen und Selbstständige durch Businessfotografie – Portrait und Team, Veranstaltungen und Arbeitssituationen. Sie wollen mehr erfahren? Hier geht es zur Website: www.beatalange.de


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